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By Thomas Geisen

Moderne Gesellschaften sind Arbeitsgesellschaften. Menschliche Arbeit nimmt hier eine abstrakte shape an, die Karl Marx als Arbeitskraft bezeichnet. Entscheidend ist nicht mehr die Tätigkeit an sich, sondern die Frage, in welchem Umfang menschliche Arbeitskraft verausgabt worden ist. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass Arbeit in der modernen Gesellschaft zu einer Ware wie jede andere werden konnte. Für Hannah Arendt hat Marx mit dieser Charakterisierung von Arbeit als Arbeitskraft die moderne Gesellschaft auf den Begriff gebracht. Ihre Kritik an Marx richtet sich vor allem auf seinen Versuch, die Fülle menschlicher Tätigkeiten auf Arbeit zu reduzieren. Im Gegensatz dazu unterscheidet Arendt das Arbeiten vom Herstellen und Handeln als verschiedene menschliche Grundtätigkeiten. Diese folgen unterschiedlichen Prinzipien und führen zu verschiedenen Resultaten. Ausgehend vom Unterschied im jeweiligen Verständnis von Arbeit setzt dieses Buch zu einem discussion imaginaire zwischen Karl Marx und Hannah Arendt an und fragt nach der Handlungsfähigkeit von Menschen in einer auf Arbeit zentrierten Gesellschaft.

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35 Heller schliesst an das Theorem der „Verdinglichung“ an, für sie entwickelt sich der Mensch vermittels seiner eigenen Taten über Prozesse der „Veräußerung“ und „Objektivation“. Menschwerdung wird damit als ein subjektiver Akt beschrieben, der allerdings nur in Gesellschaft mit anderen Menschen realisiert werden kann. 36 Festzuhalten bleibt allerdings, dass subjekttheoretische Untersuchungen innerhalb der marxistischen Theoriebildung insgesamt an Gewicht verloren haben. Das für subjekttheoretische Fragestellungen relevante Konzept der Selbstpositionierung, das vielfach auch mit dem Identitätsbegriff umschrieben wird, hat in der Marx-Forschung ebenfalls keine besondere Relevanz.

Haug 2003). Bikuh Parekh schreibt beispielsweise abschließend in seinem Essay über Arendts Marx-Kritik: „Arendt generally fails to appreciate the magnitude of Marx’s achievements, and consequently, while some of her criticisms are valid and deserve close attention, her overall critique remains unpersuasive“ (Parekh 1979: 99). Und Hanna Fenichel Pitkin betont: „All of Arendt’s specific charges against Marx have some foundation in the texts, yet almost all of them involve misreadings and distortions, sometimes blatant ones.

5 Zum Aufbau der Arbeit Der Zusammenhang von Arendt und Marx, so die hier vertretene These, wird als ein ambivalentes Verhältnis charakterisiert. Mit Hilfe von Begriff und Theorie der Ambivalenz (vgl. Geisen 2003) lassen sich die beiden TheoretikerInnen fruchtbar miteinander in Beziehung setzen und wechselseitig ergänzen. Begriff und Theorie der Ambivalenz benennen dabei die Möglichkeit einer doppelten bzw. mehrfachen, gegensätzlichen Wertigkeit eines Gegenstands oder Sachverhalts und verweisen somit auf eine Pluralität möglicher Perspektiven.

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